IBM trotz Wirtschaftsflaute zuversichtlich

q3 2008
17.10.2008

Der US-Technoloegiekonzern IBM hat seinen Nettogewinn um 17 Prozent gesteigert und blickt optimistich in die Zukunft.

Das Unternehmen bekräftigte am Donnerstag seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und hält auch an seinen längerfristigen Gewinnzielen fest. IBM gehöre zudem nicht zu der Gruppe von Großkonzernen, die in der Kreditmarktkrise mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen haben, erklärte der in Armonk im Bundesstaat New York ansässige Konzern.

Im abgelaufenen dritten Quartal profitierte IBM von guten Geschäften mit Software und Dienstleistungen, während der klassische Hardware-Absatz um zehn Prozent zurückging. IBM steigerte seinen Nettogewinn um rund 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar.

"Wir gehen zuversichtlich ins vierte Quartal und ins Jahr 2009", sagte IBM-Finanzchef Mark Loughridge. Eine konkrete Gewinnprognose für das kommende Jahr gab Loughridge nicht ab, er bekräftigte aber die Pläne für 2010: Bis dahin soll der Gewinn je Aktie auf zehn, elf Dollar im Jahr gesteigert werden. Im dritten Quartal verdiente IBM unter dem Strich 2,05 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar.

Hardware-Verkäufe gehen zurück

Im Dienstleistungssegment, dem größten Geschäftsfeld des Konzerns, konnte IBM seinen Umsatz um acht Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar steigern. Mit dem Verkauf von Software wurden 5,2 Milliarden Dollar umgesetzt, was einem Plus von zwölf Prozent entspricht. Die Einkünfte mit dem Verkauf von Hardware fielen dagegen um zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar.

Kasse prall gefüllt

Die Kreditmarktkrise habe IBM unberührt gelassen, sagte Finanzvorstand Loughridge weiter. "Wir hatten absolut keine Probleme, Zugang zum Markt zu bekommen." Der Konzern verfüge wie schon im Juni weiter über Barmittel von zehn Milliarden Dollar sowie über eine Kreditlinie von ebenfalls zehn Milliarden Dollar.

Anleger honorierten die IBM-Zahlen. Die Aktien des Konzerns stiegen nach Bekanntgabe der Zahlen nachbörslich um 1,7 Prozent.

(Reuters)