Siemens Österreich will 350 Jobs abbauen

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26.09.2008

Bei Siemens Österreich erfolgt der Startschuss zum weiteren Jobabbau. Berichten zufolge wurde am Freitag ein Sozialplan verabschiedet.

Laut einem Bericht der "Wiener Zeitung" [Wochenend-Ausgabe] bekamen 350 österreichische Siemens-Mitarbeiter am Freitag keine guten Nachrichten mit auf den Weg ins Wochenende. Betriebsrat und Management hätten sich zuvor auf ein Sozialplanpaket geeinigt.

Nach gut vierwöchigen Verhandlungen sei in einer Betriebsvereinbarung das künftige Schicksal von 350 Mitarbeitern fixiert worden. Nach Informationen des Blatts soll rund 140 Mitarbeitern eine einvernehmliche Kündigung gekoppelt mit einer Abfertigung angeboten werden.

Weiters sehe der Sozialplan an die 120 Altersteilzeitverträge für Mitarbeiter über 55 Jahren vor. Der verbleibende Teil im "Abbaupool" solle zur Hälfte an Tochterunternehmen und Kunden ausgelagert werden, zur anderen Hälfte mit saftigen Gehaltskürzungen den Job fortsetzen.

Kosten: 25 Mio. Euro

Die Einsparungen erfolgten bei Verwaltung und Vertrieb sowie in vertriebsnahen Bereichen in den Sparten Medizintechnik, Energie, Industrie und Verkehr, heißt es in dem Bericht.

Die Kosten für das Sozialpaket werden darin mit mehr als 25 Mio. Euro kolportiert. Die Gespräche mit den Betroffenen sollen nächste Woche aufgenommen werden. Ende Oktober solle der Siemens-Spitze mitgeteilt werden, wie viele Mitarbeiter einem Angebot zustimmen.

Siemens Österreich verhandelt derzeit angeblich auch über den Verkauf dreier Elektronikfabriken in Wien, Oberösterreich und dem Burgenland an das Management der Werke.

(APA)