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konzerne
27.06.2008

Programm: 17.200 Stellen weltweit weg

Das milliardenschwere Sparprogramm beim deutschen Technologiekonzern Siemens kostet nach Information der "Süddeutschen Zeitung" ["SZ"] weltweit 17.200 Arbeitsplätze. In Deutschland seien rund 6.400 Stellen von den Sparplänen des Konzerns betroffen, berichtete das Blatt wie zuvor bereits die "Bild"-Zeitung [Samstag-Ausgabe].

Die Pläne mit dem Vermerk "streng vertraulich" würden einen der radikalsten Einschnitte in der 160-jährigen Konzerngeschichte vorsehen. Die Details seien nach Beratungen verschiedener Gremien des Managements und der Arbeitnehmerseite durchgesickert, hieß es.

Abbau in der Verwaltung

Betroffen von den Einschnitten seien Tausende Führungskräfte des oberen und mittleren Managements. Entsprechende Ankündigungen hatte Konzernchef Peter Löscher bereits in einem Zeitungsinterview gemacht. Allein in der Verwaltung fallen nach "SZ"-Informationen weltweit 12.500 Stellen weg - am Standort München seien es 800 Arbeitsplätze, in Berlin 300. Mit dem Abbau verlagere sich der Schwerpunkt des Traditionskonzerns weiter ins Ausland.

Der starke Abbau in Deutschland beschleunige die "schleichende Abwanderung" weiter, warnte ein hochrangiges Betriebsratsmitglied laut Zeitung. Siemens hat weltweit 435.000 Beschäftigte, davon rund 130.000 in Deutschland.

(APA | dpa)