Rund ein Drittel für Handyverbot in Tram
Die Handynutzung in U-Bahn, Straßenbahn und Bus ist für viele Österreicher nur ein Randthema.
Lediglich 27 Prozent befürworten ein Verbot von Mobiltelefonen in öffentlichen Nahverkehrsmitteln wie U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Nur 20 Prozent können sich für ein Verbot der Handynutzung in Zügen erwärmen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra hervor.
Ein Handyverbot unterstützen die Österreicher vor allem für Theater und Oper [72 Prozent], gefolgt von Wartezimmern von Ärzten und Ämtern [63 Prozent], Bibliotheken [58 Prozent], Museen und Schulen [jeweils 54 Prozent].
Ambivalentes Bild
Generelle zeigte die Umfrage ein ambivalentes Bild zur Handynutzung im öffentlichen Raum. Zwei von fünf Befragten [43 Prozent] fühlen sich durch einige rücksichtslose Handynutzer zumindest manchmal gestört.
Fast genauso viele [42 Prozent] gestehen ihren Mitmenschen hingegen absolute Handlungsfreiheit zu. Die restlichen 15 Prozent orten eine allgemeine Rücksichtslosigkeit, die als sehr störend empfunden wird.
Mehr als ein Drittel [35 Prozent] nutzt das Handy auf jeden Fall, ohne auf die Umgebung zu achten. Das uneingeschränkte Telefonieren hängt sehr stark mit dem Alter zusammen: Die Mehrheit der Bevölkerung unter 30 Jahren [53 Prozent] kümmert sich nicht um die Umgebung, während der Anteil in der Generation 50 plus nicht einmal ein Fünftel [19 Prozent] ausmacht. In dieser Gruppe finden sich mit 30 Prozent auch die meisten Handyverweigerer im öffentlichen Raum.
Spectra führte für die Umfrage im Mai mit 1.027 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen persönliche Interviews durch.
In Graz besteht seit Mitte April ein heftig diskutiertes Handyverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln.
(APA)
