Erster Großtest für digitalen Polizeifunk
Während der Euro 2008 werden Österreichs Blaulichtorganisationen über den Digitalfunk BOS Austria kommunizieren.
Nach Jahren der Rückschläge, Verzögerungen sowie einer Neuausschreibung soll bei der Fußball-EM der digitale Behördenfunk seinen Praxistest in den vier Gastgeberbundesländern bestehen.
Dafür würden 396 Standorte, teilweise frühzeitig, vor allem in den Host-Citys, errichtet, teilte Albert Schauer, Geschäftsführer der Sicherheitsnetz Errichtungs- und BetriebsgmbH Tetron, am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit.
20.000 Funkgeräte im Einsatz
"Für die Fußball-Europameisterschaft stehen insgesamt 20.000 Funkgeräte für die Sicherheitskräfte zum Einsatz bereit", so Schauer.
Davon entfallen in Tirol allein 1.800 auf die Polizei, 270 auf die Feuerwehr und 1.040 auf die Rettungsleute, wie die Verantwortlichen der Tiroler Blaulichtorganisationen hinzufügten.
Mit Tirol und Wien wurden Anfang 2006 die ersten beiden Bundesländer flächendeckend mit dem Funksystem in Vollbetrieb genommen.
Gesamtabdeckung bis Ende 2010
"Niederösterreich soll bis Ende dieses Jahres abgedeckt sein. Ebenfalls bis Ende 2008 sollen die Verhandlungen und Gespräche mit den anderen Bundesländern abgeschlossen sein", sagte Innenminister Günther Platter [ÖVP].
"Unser Ziel ist es, bis Ende 2010 Gesamtösterreich mit dem Digitalfunk BOS Austria auszustatten", fügte Schauer hinzu. Dabei sollen bis zu 1.600 Funkstandorte errichtet werden.
"Digitalfunk BOS Austria" ist der Nachfolger des gescheiterten Projekts "ADONIS", das bereits 2005 in Betrieb hätte gehen sollen.
(APA)
