01.12.2005

IN ZEHN JAHREN

Ein Gerät für die weltweite Sat-Navigation

In Wien beraten derzeit Experten der Vereinten Nationen über die Gründung eines Komitees für Globale Satelliten-Navigationssysteme [GNSS], das die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Betreibern verbessern soll.

Derzeit gibt es drei verschieden Standards: GPS [USA], Glonass [Russland] und Galileo [EU].

Nach den Vorstellungen von Michael Shaw, Direktor des US-"National Space-Based Positioning, Navigation and Timing Coordination Office" sollte es in rund zehn Jahren möglich sein, dass es Geräte gibt, die je nach Bedarf auf GPS, Glonass oder Galileo zurückgreifen.

Einsatz in Entwicklungsländern

Das Komitee soll aber nicht nur für mehr Komfort bei der Satellitennavigation sorgen. Es soll auch gewährleisten, dass die Weltraumtechnik vor allem auch den Entwicklungsländern zugute kommen.

GPS-Systeme werden derzeit bereits unter anderem dafür eingesetzt, um die Landwirtschaft effektiver zu gestalten. Satelliten-gesteuerte Düngerstreuer können so Meter für Meter genau die nötige Menge aufbringen. Das spart einerseits Ressourcen und schont damit Umwelt und Grundwasser.