Wieder Niederlage für BlackBerry
Der Hersteller der populären BlackBerry-Technik hat in einem seit 2002 schwelenden Patentstreit vor Gericht eine Niederlage erlitten.
Ein Bundesrichter im US-Staat Virginia entschied nun, ein 450-Millionen-Dollar-Vergleich zwischen Research in Motion [RIM] und der US-Firma NTP sei ungültig.
NTP, ein Unternehmen, das mehrere Patente für drahtlose E-Mail-Dienste besitzt, machte bereits 2002 geltend, dass die von BlackBerry verwendete Technik seine Patente verletzten und gewann damals vor Gericht.
Mit dem BlackBerry-Dienst lassen sich beispielsweise E-Mails automatisch auf das Mobiltelefon weiterleiten.
Details zum BlackBerryVerkaufsverbot in den USA droht
Im März dieses Jahres einigten sich die Unternehmen auf einen Vergleich im Wert von 450 Millionen Dollar.
Die kanadische BlackBerry-Firma RIM wollte nun an der Millionen-Einigung festhalten. NTP erklärte dagegen, die Vereinbarung sei nie fertig gestellt worden.
Nach dem Urteil von Richter James Spencer erwarten Analysten, dass RIM nun gezwungen sein könnte, einen Vergleich in Höhe von einer Milliarde US-Dollar [850 Mio. Euro] abzuschließen.
NTP könnte auch im Sinne der Entscheidung von 2002 einen Stopp für BlackBerry-Dienste in den USA beantragen.
