Bisher keine Phishing-Geschädigten
Während die EU bereits Maßnahmen zum Schutz von Bankkunden im Falle von Phishing-Computerbetrugsattacken anstrebt, gibt es laut offiziellen Stellen in Österreich noch keine Probleme.
Laut BK wurden hier zu Lande noch keine Geschädigten registriert. Die zwei Attacken, bei denen versucht wurde, mit gefälschten E-Mails die Online-Banking-Passwörter von Kontoinhabern auszuforschen, seien eher "primitiv" gewesen, so BK-Sprecher Gerald Hesztera.
Eine erste Welle gab es im September, wo versucht wurde, die Daten für Konten der deutschen Postbank auszuspionieren. Auf Grund des geringen Kundenanteils des Geldinstitutes in Österreich war dieser Versuch allerdings wenig Erfolg versprechend.
In Deutschland schaffte es eine estnische Bande, mit Hilfe eines Trojaners die Zugangsdaten von Online-Banking-Kunden ausfindig zu machen, und konnte so illegale Überweisungen in der Größenordnung von rund 100.000 Euro durchführen.
Estnische Phishing-Bande gefasstErste Angriffe sensibilisierten
Vor wenigen Wochen ging eine weitere Lawine an gefälschten E-Mails los, diesmal vorgeblich von heimischen Banken.
Allerdings waren diese so schlecht gemacht - unter anderem haperte es bei der Rechtschreibung - dass die Kunden und Banken sofort aufmerksam wurden.
Beide Fälle waren für die Kriminellen eher kontraproduktiv: Statt geschickter Täuschung und Erschleichung von Kontodaten wurde die Bevölkerung für das Problem sensibilisiert, so das BKA.
