BSA: Vom Umsatzblues zum Umsatzplus
Der Anteil unlizenzierter Software in Österreich ist rückläufig. Die Software-Hersteller nehmen nun die Wachstumsmärkte ins Visier.
Die Business Software Alliance [BSA] hat am MIttwoch ihren Pirateriebericht für das Jahr 2007 veröffentlicht. Erawrtungsgemäß wird weiterhin der Anstieg der weltweiten Raubkopien [plus drei Prozent auf 38 Prozent] berichtet und der erlittene Schaden mit 48 Mrd. US-Dollar [31 Mrd. Euro] bemessen.
Mit Östererich zeigen sich die Software-Hersteller indes zufrieden, hier hat man einen Rückgang um ein Prozent auf einen Raubkopieanteil von 25 Prozent bemerkt.
Österreich reiht sich damit in die Riege der Software-Kauf-Musterknaben neben den USA [Piraterierate von 20 Prozent], Luxemburg [21 Prozent], Neuseeland [22 Prozent], Japan [23 Prozent] sowie Belgien, Dänemark, Finnland, Schweden und der Schweiz [je 25 Prozent] ein.
Zahlen beruhen auf eigenen Schätzungen
Die Berechnung der Piraterieverbreitung und der daraus resultierenden Umsatzausfälle lassen freilich viel Spielraum.
Im Auftrag der BSA ermitteln Marktforscher dafür die Zahl der verkauften Computer und schätzen daraufhin den durchschnittlichen Software-Bedarf.
Raubkopien auf jedem zweiten PC
Mit Jahresende 2007 waren weltweit über eine Milliarde PCs im Einsatz, und beinahe jeder zweite davon setzte Raubkopien ein, erklärte IDC-Chief-Research-Officer John Gantz.
Wachstumsmärkte im Visier
Die Erfahrungen der BSA würden zeigen, "dass es ein Patentrezept gibt, mit dem Software-Piraterie bekämpft werden kann", gibt sich der BSA-Direktor für Zentral- und Osteuropa, Georg Herrnleben, überzeugt. Dieses umfasse unter anderem Aufklärungsarbeit, Maßnahmen der Regierungen, effektive Strafverfolgung und Legalisierungsprogramme.
Künftig werden die neuen Wachstumsmärkte im Fokus der Anti-Piraterie-Maßnahmen stehen, denn einerseits weisen diese Länder hohe Piraterieraten auf und andererseits gewinnen sie an Gewicht, so die Studie.
Die BRIC-Staaten [Brasilien, Russland, Indien, China] machen laut Studie ein Drittel des weltweiten Umsatzausfalls [14,4 Mrd. US-Dollar] aus.
(futurezone | APA)
