15.11.2005

ANALYSE

Spekulationen über Infineons Chip-Sparte

Bereits seit längerem denkt Infineon über eine mögliche Abspaltung seiner Speichersparte nach, die US-Investmentbank Needham & Co hat dazu nun eine Analyse vorgelegt.

Demnach soll das Speicherchip-Geschäft in den USA an den US-Konkurrenten Micron, jenes außerhalb der USA an das taiwanesische Unternehmen Nanya Tech gehen. Dazu zähle auch die Produktion in Dresden.

Das verbleibende Chipgeschäft werde demnach von der ehemaligen Konzernmutter Siemens übernommen. Needham & Co beruft sich dabei auf Branchenkreise.

Kein Kommentar von Infineon

Infineon lehnte einen Kommentar zu den Informationen ab, auch beim taiwanischen Nanya-Konzern war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Auch Börsengang möglich

Der weltweit viertgrößte Chiphersteller Infineon hatte wiederholt angekündigt, über eine Abspaltung der Speichersparte nachzudenken, um sich auf die profitableren Sparten konzentrieren zu können.

Dabei ist nach Informationen der "Financial Times Deutschland" auch ein Börsengang im kommenden Jahr im Gespräch. Es sei dabei angepeilt, die Speichertochter im "um den Frühsommer herum" an die Börse zu bringen, zitiert die FTD Insider.

Aufsichtsratssitzung am Donnerstag

Needham zufolge wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Donnerstag über das Thema beraten, so dass bereits zur der Vorlage der Bilanz am Freitag Einzelheiten zum Konzernumbau bekannt gegeben werden könnten.

Auch Branchenkreise sprachen von einem entsprechenden Tagesordnungspunkt für die Sitzung. Mitte 2006 könnte dann die Abtrennung der DRAM-Sparte über die Bühne gehen.