Gewinnrückgang bei Dell
Sonderbelastungen für Stellenstreichungen und Computer-Reparaturen haben dem weltgrößten PC-Hersteller Dell das Quartalsergebnis verhagelt.
Der Konzern legte aber eine optimistische Prognose für das Schlussquartal vor. Der Aktienkurs zog nachbörslich an.
Unterm Strich habe Dell im dritten Quartal 606 Millionen Dollar verdient, teilte das im texanischen Round Rock ansässige Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Im Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Gewinn von 846 Millionen Dollar ausgewiesen.
Der Umsatz ist um elf Prozent von 12,5 auf 13,9 Milliarden Dollar gestiegen.
Einmalige Kosten von 442 Mio. Euro
In den drei Monaten zum 28. Oktober seien einmalige Kosten in
Höhe von 442 Millionen Dollar angefallen, darunter rund 300
Millionen Dollar für defekte Kondensatoren in Computern für
Geschäftskunden. Auch musste das Unternehmen für Stellenstreichungen
in Texas, Großbritannien und Asien aufkommen.
Dell startet Luxus-Linie XPSOptimistischer Ausblick
Optimistisch äußerte sich Dell zum vierten Jahresviertel. Der Umsatz dürfte auf 14,6 Milliarden bis 15,0 Milliarden Dollar wachsen, der Gewinn soll ebenfalls steigen.
Dell hatte in sechs Quartalen in Folge nachlassendes Umsatzwachstum verzeichnet und wegen der härteren Konkurrenz durch Rivalen wie Hewlett-Packard oder Apple die Preise
aggressiv gesenkt. In der Folge büßte der Aktienkurs seit Jahresbeginn aus Sorge um das Wachstum des Unternehmens 31 Prozent ein. Nachbörslich legten die Dell-Papiere jedoch nahezu ein Prozent auf 29,42 Dollar zu.
