JoWooD gerät immer mehr in Bedrängnis
Die Situation beim angeschlagenen steirischen Computerspieleherstellers hat sich im dritten Quartal weiter verschärft.
Nach einem erneuten Millionenverlust wies das Unternehmen in den am Donnerstag veröffentlichten Bilanzzahlen erstmals ein negatives Eigenkaptal aus.
Das börsennotierte Unternehmen hofft dennoch weiter auf eine Fortführung des Betriebs.
Zum Stichtag 30.9. betrug das Eigenkapital demnach minus 7,2 Mio. Euro nach noch positiven 39,8 Mio. Euro ein Jahr davor. Von Juli bis September hat JoWooD erneut einen Konzernverlust von rund acht Mio. Euro eingefahren.
Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 1,75 Mio. Euro, im Vergleich zu 5,1 Mio. Euro im Vorjahr.
Konkursantrag gegen JoWooD abgewiesenWeiter Investorengespräche
Das Management geht aber "von einer positiven Fortführungsprognose aus", hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung. Schuld an den hohen Verlusten seien nach wie vor hohe Restrukturierungsaufwändungen.
Vor Restrukturierung sei das Betriebsergebnis [EBIT] im dritten Quartal mit 85.000 Euro wieder positiv gewesen.
Mit Gläubigern würden weiterhin Verhandlungen "hinsichtlich einer Bereinigung der Bilanzstruktur und Verbesserung der Liquiditätssituation" laufen.
Darüber hinaus führe JoWooD "Verhandlungen mit Investoren, die sich an der Gesellschaft beteiligen und für eine Stärkung der Eigenkapitalbasis sorgen sollen".
Für 2005/06 geplante neue Spiele seien in den vergangenen Monaten neue Vertriebsverträge abgeschlossen worden, die Spiele würden aber erst im 4. Quartal 2005 beziehungsweise in den ersten Quartalen des Jahres 2006 erscheinen.
JoWooD verhandelt mit Investoren
