03.11.2005

Q3 2005

JoWooD gerät immer mehr in Bedrängnis

Die Situation beim angeschlagenen steirischen Computerspieleherstellers hat sich im dritten Quartal weiter verschärft.

Nach einem erneuten Millionenverlust wies das Unternehmen in den am Donnerstag veröffentlichten Bilanzzahlen erstmals ein negatives Eigenkaptal aus.

Das börsennotierte Unternehmen hofft dennoch weiter auf eine Fortführung des Betriebs.

Zum Stichtag 30.9. betrug das Eigenkapital demnach minus 7,2 Mio. Euro nach noch positiven 39,8 Mio. Euro ein Jahr davor. Von Juli bis September hat JoWooD erneut einen Konzernverlust von rund acht Mio. Euro eingefahren.

Weiter Investorengespräche

Das Management geht aber "von einer positiven Fortführungsprognose aus", hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung. Schuld an den hohen Verlusten seien nach wie vor hohe Restrukturierungsaufwändungen.

Vor Restrukturierung sei das Betriebsergebnis [EBIT] im dritten Quartal mit 85.000 Euro wieder positiv gewesen.

Mit Gläubigern würden weiterhin Verhandlungen "hinsichtlich einer Bereinigung der Bilanzstruktur und Verbesserung der Liquiditätssituation" laufen.

Darüber hinaus führe JoWooD "Verhandlungen mit Investoren, die sich an der Gesellschaft beteiligen und für eine Stärkung der Eigenkapitalbasis sorgen sollen".