"Galileo" kann endlich abheben
So könne der Zeitrahmen für die ersten Starts von "Galileo"- Satelliten eingehalten werden, wurde aus der ESA in Paris bekannt.
Nach den Angaben billigten die zuständigen Ausschüsse den Vertrag für die ersten vier Satelliten im Finanzumfang von etwa einer Mrd. Euro.
Streit um die Kosten
In den vergangenen Wochen hatte es erneut eine Auseinandersetzung um Zusatzkosten in Höhe von etwa 400 Mio. Euro für die Startphase des "Galileo"-Projekts gegeben. Vor allem Deutschland trat auf die Finanzbremse.
Unter Einhaltung der ESA-Regeln seien daraufhin jetzt "alle verfügbaren Fonds" genutzt und umgeschichtet worden, um die Finanzierung durch ESA und EU-Kommission zu sichern, hieß es.
Als größter Projektzahler [500 Mio, Euro] will Berlin das Hauptkontrollzentrum in Deutschland, ein deutsches Unternehmen im Betreiberkonsortium und Beteiligung am Systemaufbau von "Galileo".
Galileo bekommt einen VermittlerErster Satellit startet noch heuer
Für das europäische Vorhaben müssten allerdings 2006 weitere 200 Mio. Euro beschafft werden.
Die beiden ersten Erprobungssatelliten des Navigationssystems - GSTB-V2/A und GSTB-V/B - sollen nun Ende 2005 sowie 2006 vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus in eine Umlaufbahn gebracht werden.
Bis Ende 2010 werden für insgesamt 3,5 Mrd. Euro 30 Satelliten im Weltraum stationiert und damit in Konkurrenz zu dem amerikanischen System GPS treten können.
