28.10.2005

STUDIE

Österreich fällt bei Breitband zurück

Österreich ist im Breitband-Internet-Ranking im EU-Vergleich im zweiten Quartal 2005 von Platz sechs auf Platz acht zurückgefallen.

Das geht aus dem halbjährlich von der ECTA [European Competitive Telecommunications Association] veröffentlichten Breitband-Ranking hervor.

Diese Entwicklung sei "Besorgnis erregend", bemerkte der Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT], Achim Kaspar, am Freitag.

Fehlende Marktanalyse

Die ECTA nennt als Hauptgründe für das schlechtere Abschneiden Österreichs die bereits seit zwei Jahren fehlende Marktanalyse des österreichischen Breitbandsektors und die damit fehlende regulatorische Kontrolle dieses Marktes.

Die ECTA, die europäische Vertretung der alternativen Anbieter, analysiert in ihrem Ranking die Fortschritte beim Breitband-Ausbau und ob die nötigen wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene gegeben sind.

Breitband-Kontinent Europa

Europa ist mittlerweile auf dem Weg zum Breitband-Kontinent - die Zahl der High-Speed-Anschlüsse soll von 39 Mio. im Vorjahr auf 107 Mio. im Jahr 2010 wachsen.

"Eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit"

"Ohne die entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen sind die alternativen Anbieter massiv in ihrer Wettbewerbsfähigkeit angeschränkt", meint Kaspar zum hiesigen Markt. Der fehlende Wettbewerb schädige auf Dauer eine erfolgreiche, auch für Kunden attraktive Entwicklung des österreichischen Breitband-Marktes.

Die Regulierungsbehörde sei daher aufgefordert, "endlich durch den Abschluss des Verfahrens und durch die Auferlegung entsprechender Vorabverpflichtungen für eine erfolgreiche Marktliberalisierung am Breitbandsektor einzutreten".