25.10.2005

ACHTUNG

Österreichische Banken im Phishing-Visier

Bisher war das Passwort-Fischen mit gefälschten E-Mails, kurz "Phishing", vor allem in Deutschland und den USA ein Problem. Nun läuft auch in Östereich ein groß angelegter Versuch, Kundendaten auszuforschen.

Derzeit machen in Österreich Phishing-Mails die Runde, mit denen Kontoinformationen von Kunden der Erste Bank und Sparkasse ausspioniert werden sollen.

Die Empfänger werden dabei aufgefordert, auf einer Website ihre persönlichen Kundendaten und Passwörter zu aktualisieren. In der E-Mail wird sogar angedroht, Konten, deren Daten bis 26.11. nicht upgedatet werden, zu sperren.

Begründet wird die Aufforderung mit den Bemühungen des Staates, gegen Geldwäsche vorzugehen.

Keine Datenabfrage per E-Mail

Ein Link in der Mail führt den Nutzer auf die Website nelbanking.com, wo ein Formular auszufüllen ist. Nelbanking.com ist jedoch mittlerweile offline.

Erste Bank und Sparkassen weisen auf ihrer Website darauf hin, dass sie unter gar keinen Umständen um die Übermittlung persönlicher Daten per E-Mails ersuchen.

Auf Anfrage von futurezone.ORF.at erklärte die Bankengruppe, dass bisher kein Schadensfall gemeldet wurde. Die Banken sehen ihre Kunden aber auf Grund von Sicherheitsmaßnahmen wie doppelten Verschlüsselungen gut geschützt.

Sollte ein Kunde tatsächlich seine vertraulichen Zugangsdaten per E-Mail oder Online-Formular bekannt geben, sei es laut Erste Bank und Sparkasse aber ohne zusätzliche Codes nicht möglich, Transaktionen freizuschalten.

Auch die ARGE Daten warnte am Dienstag vor der "bisher größten Phishing-Attacke gegen eine österreichische Institution".