23.10.2005

BALD

Massiver Jobabbau bei Novell

Novell soll noch vor Ende des Geschäftsjahres am 31. Oktober bis zu 20 Prozent der 5.800 Mitarbeiter kündigen. Das US-Softwareunternehmen wolle so aus der prekären finanziellen Lage kommen.

Blum Capital Partners, Eigentümer von über fünf Prozent der Aktien des Unternehmens, fordert seit Monaten massive Änderungen, unter anderem ein neues Management, einen Schwerpunkt auf Linux und den Verkauf von verschiedenen Abteilungen.

Anfang Oktober hatte Novell CEO Jack Messmann angekündigt, dass es zu Stellenkürzungen kommen werde. "Wir werden unsere Kostenstruktur an den Finanzplan für das Geschäftsjahr 2006 anpassen", sagte Messmann.

Ausgliederungen und Rückzug

Schon während des dritten Quartals hatte Messmann die geplante Umstrukturierung des Unternehmens bekannt gemacht. Laut Medienberichten sei Celerant, eine Consulting-Tochter von Novell, ein heißer Kandidat für eine Ausgliederung.

Auch Einschnitte in anderen Geschäftsfeldern sollen bevorstehen. So könnte etwa die breite Softwareproduktpalette eingeschränkt werden und sich Novell aus Regionen, in denen das Unternehmen wenig erfolgreich war, zurückziehen. Die Geschäfte in diesen Gebieten wolle man regionalen Partnern übergeben.

Blum hat Novell weiters aufgefordert, die Sparte GroupWise, die Software für E-Mail und Kalender verkauft, und ZenWorks, die Abteilung für Management Software, auszugliedern.