Disney-Film in drei Dimensionen
Innerhalb von drei Monaten hat Industrial Light and Magic, ein Unternehmen von George Lucas, den animierten Film, der Anfang November in den USA starten wird, konvertiert.
Für Hollywood soll die 3-D-Veröffentlichung einen Meilenstein darstellen. Die 3-D-Technologie, die für den Film verwendet wurde, habe mit bisherigen dreidimensionalen Streifen nicht mehr viel zu tun, verspricht Disney. Auch für den digitalen Vertrieb von Filmen, von dem sich die Studios Einsparungen in Millionenhöhe versprechen, soll "Chicken Little" ein Impuls sein.
Einheitliche Standards
Im August dieses Jahres haben sich die Hollywood-Majors auf einen
gemeinsamen Standard für das digitale Kino geeinigt. Auch die
Kinobesitzer und die Hersteller haben kürzlich eine einheitliche
technische Ausrüstung festgelegt.
Die 3-D-Technologie85.000 Dollar für Aufrüstung
Das Aufrüsten eines Kinosaals wird etwa 85.000 Dollar kosten, bis zum Start von "Chicken Little" werden rund 85 Kinos in den USA mit 3-D-Projektoren und entsprechenden Leinwänden ausgestattet sein. Sollte der Erfolg von "Chicken Little" an den Kinokassen den Erwartungen entsprechen, will Disney in Zukunft alle animierten Filme in 3-D produzieren.
Nur ein Projektor notwendig
Anders als bei bisherigen 3-D-Filmen benötigt das System von Real D nur einen Projektor. Dabei werden zwei Datenströme verflochten, einer für jedes Auge. Da der Projektor digital ist, können mehr Bilder pro Sekunde als beim bisherigen Standard 24 Bilder/Sekunde projiziert werden. "Chicken Little" wird mit 144 Bildern pro Sekunde gezeigt werden, abwechselnd für das linke und das rechte Auge.
Der Nachteil am System von Real D sei, dass sich das System nicht für Kinosäle mit mehr als 300 Plätzen eignet, da die Größe der Leinwand beschränkt ist. Außerdem ist die spezielle Leinwand ein Nachteil für Standardfilme, da die rasche Bildfolge die Auflösung vermindert.
