Industrie setzt zum Säuberungsangriff an
Dazu hat der weltweite Tonträgerverband IFPI und der internationale Filmverbands MPA [Motion Picture Association] eine eigene Software namens "Digital File Check" vorgestellt.
Sie soll Nutzern dabei "helfen", Tauschbörsen auf ihrem Rechner zu blockieren oder gleich zu deinstallieren. "Auf Wunsch" werden laut IFPI auch alle, innerhalb der Tauschbörsen, freigegebenen Ordner dazu gelöscht.
Auf der IFPI-Website wird die Software als "einfaches Erziehungstool" beschrieben. Es solle, so die Beschreibung weiter, PC-Nutzern, die vielleicht auch neu in der Welt der Online-Musik sind, zeigen, wie sie ohne rechtliche Gefahren Musik und Filme legal aus dem Netz beziehen können.
In Österreich sollen bereits Schulkinder mit einem eigenen eigenen Urheberrechtskoffer für die 5. bis 13. Schulstufe über das widerrechtliche Kopieren, Downloads aus dem Netz und den Schutz von Urheberrechten aufgeklärt werden.
Ein Urheberrechtskoffer für die SchuleDie IFPI als Virenschützer
Die IFPI sieht in der Software laut eigenen Angaben auch ein Service gegen die Verbreitung von Spyware und Viren.
"Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass KaZaa und Co. massive Virengefahr mit sich bringen. Allen Computernutzern, die sicher gehen wollen, dass ihr Computer sauber und sicher ist, empfehlen wir deswegen dieses Programm", so Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände.
Auch gegen die Nutzung von Tauschbörsen in Firmen will die IFPI nun verstärkt vorgehen und hat dazu, in Zusammenarbeit mit MPA und IVF [International Video Federation] die Broschüre mit dem Titel "Copyright und Sicherheitsrichtlinien für Unternehmen" herausgegeben.
Copyright und Sicherheitsrichtlinien [pdf]
