19.09.2005

NACH WAHL

Deutsche IT-Branche fürchtet Blockade

Nach dem knappen Ausgang der deutschen Bundestagswahl hat auch der Branchenverband Bitkom vor einer Blockade gewarnt.

Der Verband bekräftigte, er werde den Ausblick fürs laufende Jahr wohl nach unten schrauben.

"Die Parteien müssen sich zügig aufeinander zubewegen", forderte Bitkom-Präsident Willi Berchtold. Die Informations- und Telekommunikationsbranche sei der zweitstärkste Industriezweig in Deutschland nach der Automobilindustrie und derjenige, der in den kommenden Jahren auf der Innovationsseite stark gefordert sei. Berchtold forderte deshalb unter anderem höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Ausbildung.

Ausblick wird nach unten geschraubt

Auf Grund des extremen Preiskampfes im Mobilfunk wie auch im Festnetz wird die Bitkom den Ausblick fürs laufende Jahr wohl nach unten schrauben. "Es wird einen Rückgang der Prognose geben, mit großer Wahrscheinlichkeit", sagte Berchtold.

Bitkom hatte bereits zur Internationalen Funkausstellung in Berlin eine Prognosesenkung nicht ausgeschlossen. Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Bitkom, hatte damals gesagt, der Verband rechne damit, dass drei Prozent Wachstum zu halten seien. Bisher ging der Bitkom von einem Plus von 3,4 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro für die Branche aus.