Deutsche IT-Branche fürchtet Blockade
Nach dem knappen Ausgang der deutschen Bundestagswahl hat auch der Branchenverband Bitkom vor einer Blockade gewarnt.
Der Verband bekräftigte, er werde den Ausblick fürs laufende Jahr wohl nach unten schrauben.
"Die Parteien müssen sich zügig aufeinander zubewegen", forderte Bitkom-Präsident Willi Berchtold. Die Informations- und Telekommunikationsbranche sei der zweitstärkste Industriezweig in Deutschland nach der Automobilindustrie und derjenige, der in den kommenden Jahren auf der Innovationsseite stark gefordert sei. Berchtold forderte deshalb unter anderem höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Ausbildung.
Große Koalition erwartet
Der Bitkom-Präsident bedauerte, dass die Wahl keine Klärung der
politischen Verhältnisse gebracht und es keinen klaren
Regierungsauftrag gegeben habe - für wen auch immer. Als
wahrscheinlichste politische Konstellation erachtet Berchtold einen
Zusammenschluss von CDU/CSU und SPD. "Das einzig Realistische ist
eine große Koalition."
ORF.at: Deutsche Wirtschaft verunsichertAusblick wird nach unten geschraubt
Auf Grund des extremen Preiskampfes im Mobilfunk wie auch im Festnetz wird die Bitkom den Ausblick fürs laufende Jahr wohl nach unten schrauben. "Es wird einen Rückgang der Prognose geben, mit großer Wahrscheinlichkeit", sagte Berchtold.
Bitkom hatte bereits zur Internationalen Funkausstellung in Berlin eine Prognosesenkung nicht ausgeschlossen. Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Bitkom, hatte damals gesagt, der Verband rechne damit, dass drei Prozent Wachstum zu halten seien. Bisher ging der Bitkom von einem Plus von 3,4 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro für die Branche aus.
