Australische Telstra wird privatisiert
Das australische Parlament hat am Mittwoch den Weg für die vollständige Privatisierung des landesgrößten Telekom-Konzerns Telstra geebnet.
Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich zu, den staatlichen Anteil von umgerechnet knapp 18 Milliarden Euro zu veräußern. Damit kann sich die Regierung noch bis Anfang kommenden Jahres überlegen, ob sie an ihren Verkaufsplänen des 51,8-Prozent-Anteils an Telstra festhält.
Mit den am Mittwoch beschlossenen Gesetzen kann die Regierung selbst festlegen, ob der Anteil in einer oder mehreren Tranchen abgegeben wird. Auch könnte sie nur einen Teil verkaufen und den Rest in einem geplanten Investmentfonds parken, mit dem Pensionszahlungen für Beamte abgedeckt werden sollen.
Weltgrößte Aktienplatzierung möglich
Sollte Australien die gesamte Beteiligung in einer einzigen
Tranche abgeben, wäre das die weltgrößte Aktienplatzierung seit dem
Verkauf von Japans größtem Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo im Jahr
1987.
Australische Telstra vor Privatisierung
