Mehr Lohn für BlackBerry-User gefordert
Die Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst in Kanada hat eine Lohnerhöhung für Angestellte mit einem BlackBerry gefordert, weil diese dadurch in Dauerbereitschaft sind.
Das Multimedia-Handy, das vor allem zum Schreiben und Empfangen von E-Mails genutzt wird, führe zu einer Art dauerhaften Bereitschaftsdienstes, sagte der Vertreter der Gewerkschaft AFPC, Ed Cashman.
Die jetzt gültigen Tarifverträge enthielten veraltete Klauseln über Anwesenheitszeiten. "Diese müssen aber neu geschrieben werden, denn diese Apparate haben die Definition von Arbeit und Bereitschaftszeiten außerhalb der Arbeitszeit neu definiert", sagte Cashman.
"Wenn Sie einen BlackBerry haben, sind Sie praktisch an allen Tagen rund um die Uhr erreichbar. Wenn diese Verfügbarkeit verlangt wird, soll sie auch bezahlt werden", forderte der Gewerkschaftsvertreter weiter.
Schichtwechsel in die Freizeit
Die Regierung habe sich bereit gezeigt, über die Forderung zu verhandeln, fügte Cashman hinzu.
Die Wissenschaftlerin Linda Duxbury von der Carleton-Universität Ottawa warnte in der Zeitung "Ottawa Citizen" allerdings, eine entsprechende Extrabezahlung könnte für Arbeitgeber ein zusätzlicher Grund sein, Arbeit auch in das Privatleben ihrer Angestellten zu verlagern.
Der BlackBerry-Anbieter RIM hat seine Gewinne im vierten Quartal 2007 mehr als verdoppelt und rechnet weiter mit starker Nachfrage bei seinem mobilen E-Mail-Dienst.
(AFP)
