Medien-Tycoon wildert weiter im WWW
Der vom Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte Medienkonzern News Corporation setzt seine Internet-Expansion mit dem Kauf der Internet-Firma IGN Entertainment fort. Die News Corporation zahlt rund 650 Millionen Dollar [524 Mio Euro] in bar für IGN, teilte sie am Donnerstag mit.
IGN verfügt über zahlreiche Video-Game-Sites wie IGN.com, GameSpy und FilePlanet sowie über Unterhaltungs-Sites mit Filminhalten wie FilmForce und Rotten Tomatoes. Das Unternehmen hat 28 Millionen Abonnenten.
Erst im Juli hatte News Corp die US-Internet-Firma Intermix Media für 580 Mio. Dollar [481 Mio. Euro] übernommen. Intermix ist unter anderem im Besitz des rasant wachsenden Internet-Portals MySpace.com und zählt über 27 Mio. Nutzer. Zwischendurch war Murdochs News Corp als Käufer von Skype im Gespräch, dann wurden Verhandlungen mit dem Betreiber der Video-Suchmaschine Blinx bekannt.
Murdoch läßt gerade die Inhalte seiner zahllosen TV-Sender für das Netz aufbereiten, eine Suchmaschine wie Blinx, die Videos findet und mit Hilfe von Spracherkennung katalogisiert, passt hier natürlich wie die sprichwörtliche Faust aufs Aug'.
Murdoch will jetzt Blinx70 Millionen User
Im abgelaufenen vierten Quartal konnte News Corp. den Nettogewinn um satte 67 Prozent auf 717 Mio. Dollar oder 0,22 Dollar pro Aktie steigern. Der Umsatz wuchs um zwölf Prozent auf 6,11 Mrd. Dollar. hat zwei Milliarden Dollar für Übernahmen von Internet-Firmen in der Kriegskasse.
Die News Corporation ist jetzt dabei, die Internetfirmen Intermix mit ihrem populären MySpace.com-Web-Site und die auf Sport ausgerichtete Internetfirma Scout Media zu verdauen.
Nach Einschluss aller drei Firmen in die Fox Interactive Media-Sparte der News Corporation wird es der Medienkonzern in den USA auf 70 Millionen regelmäßige Nutzer bringen.
Die Neuerwerbung IGN.com im Überblick
