Intel ist sich keiner Schuld bewusst
AMD habe es sich mangels ausreichender Investitionen selbst zuzuschreiben, nicht zu einem größeren Wettbewerber geworden zu sein, teilte Intel in seiner formellen Antwort auf eine AMD-Klage mit.
Intel wies zudem Vorwürfe zurück, seine den PC-Herstellern gewährten Preisnachlässe seien dazu gedacht, einen größeren Marktanteil von AMD zu verhindern. Vielmehr seien solche Preisnachlässe ein Kernelement des Wettbewerbs und keine Verletzung des Wettbewerbsrechts.
AMD wolle Intel die Schuld für die vielen falschen Geschäftsentscheidungen zuschieben, meinte Intel-Anwalt Bruce Sewell.
AMD zeigte sich wenig überrascht von Intels Anwort, so Tom McCoy von AMD. Intel hätte damit erneut bewiesen, wie arrogant der Hersteller sei. AMD wolle die Wahrheit auf den Tisch bringen.
AMD hatte im Juni in den USA Wettbewerbsklage gegen Intel eingereicht und erklärt, Intel habe auf drei Kontinenten 38 Firmen - darunter Kunden wie Dell und Sony - unter Druck gesetzt, keine AMD-Chips zu benutzen. Ein AMD-Anwalt hatte erklärt, AMD könne Hunderte Millionen Dollar Schadenersatz fordern.
AMD reicht Kartellklage gegen Intel einIntel sieht Widersprüchlichkeiten
Intel argumentiert weiter, seine Anreize hätten zu niedrigeren Preisen geführt und die PC-Hersteller seien nicht gezwungen, seine Chips einzusetzen.
AMDs Vorwurf, dass Intel ein Monopol aufrechterhalte, um auch höhere Preise verlangen zu können, sei widersprüchlich.
Auch auf die jüngsten Aussagen von AMD-Chef Hector Ruiz wird in dem Papier eingegangen: So sei Ruiz' jüngste Aussage, wonach AMD in der stärksten Position seit seiner Gründung sei, ebenso widersprüchlich zu den Vorwürfen.
McCoy meinte dazu, dass AMD mit der Klage extra darauf gewartet habe, damit eben niemand sagen könne, dass AMD nur aus Angst vor dem Wettbewerb mit Intel die Klage einbringe.
