Microsoft investiert in Netztelefonie
Microsoft will offensichtlich den Internet-Telefonie-Markt betreten und hat am Dienstag die Übernahme eines kleinen Start-ups aus San Francisco bekannt gegeben, das auf VoIP spezialisiert ist.
Die Firma Teleo hat eine Software entwickelt, die Telefonanrufe aus dem Internet ins Festnetz ermöglicht. Zu Kaufpreis und Bedingungen wurden keine Details bekannt gegeben.
Teleo arbeitet unter anderem an der Entwicklung einer Technologie mit dem Namen "Click-to-Call", mit der ein Nutzer durch das simple Anklicken einer Telefonnummer auf einer beliebigen Website eine Sprachverbindung aufbauen kann.
Die Integration des Teleo-Know-hows in den Internet Explorer, Outlook und den MSN Messenger soll Microsoft-Software VoIP-tauglich machen.
Microsoft verwendet Voice over IP bereits in einigen seiner Produkte, etwa dem MSN Messenger. Dieser könnte nun entsprechend ausgebaut werden. Weiters sei auch die Verknüpfung mit lokalen Suchergebnissen angedacht.
Alle paar Monate verlagert sich der Kampf der Suchmaschinen-Giganten an eine neue Front. Seitdem Google sein Instant-Messaging-Programm Google Talk vorgestellt hat, ist nun VoIP in aller Munde.
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Derzeit konkurrieren auf dem Markt für Internet-Telefonie vier Anbieter miteinander. Neben Microsoft buhlen der Marktführer Skype, AOL und Yahoo um die Gunst der User. Mit Google Talk hat der Suchspezialist aus Mountain View nun ebenfalls ein Service gestartet, das nicht nur als Text-Messenger, sondern auch für VoIP-Gespräche genutzt werden kann.
Derzeit unterstützt der MSN Messenger neben Chats und Instant Messages nur Sprach- und Videochats. Das direkte Einwählen ins Festnetz oder zu Mobiltelefonen war bisher nicht möglich. Mit der Teleo-Technologie will Microsoft dieses Manko nun so rasch wie möglich beheben und noch bis Jahresende einen völlig VoIP-fähigen Messenger anbieten.
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