25.08.2005

TKK

Inode erklärt TA erneut den Krieg

Der österreichische Internet-Anbieter Inode fordert mehr Wettbewerb auf dem österreichischen Breitband-Internet-Markt.

Die Telekom Austria [TA] agiere nach wie vor auf weiten Teilen des Breitbandmarktes als "uneingeschränkter Monopolist", kritisierte das Unternehmen. Fairer Wettbewerb finde nur in einigen Teilbereichen statt, in vielen anderen herrsche eine "eklatante Monopolsituation".

Vor allem in ländlichen Regionen diktiere der Monopolist nach wie vor die Preise und die Bedingungen, etwa im Bereich der Anschlussleitungen, meinte Inode.

Verfahren bei der TKK

"Wir sind in vielen Gebieten gezwungen, die Zuleitung zwischen Kollokation und Backbone überteuert und zu unwirtschaftlichen Bedingungen beim Monopolisten einzukaufen", kritisierte Inode-Chef Michael Gredenberg, der ein "Ende dieser inakzeptablen Monopolsituation" fordert.

Da entsprechende Verhandlungen mit der TA bisher erfolglos geblieben seien, wolle Inode seine Forderungen nun über ein Verfahren bei der Telekom Control Kommission [TKK] geltend machen.

Neben den Kosten soll es dabei auch um Bereitstellungskonditionen und Verfügbarkeitsgarantien gehen.

Inode unterhält derzeit österreichweit 162 "Kollokationen". Das sind angemietete Räume in den Wählämtern der TA, in denen Inode seine Hardware zur Entbündelung unterbringt. Für eine Kollokation müssen etwa 100.000 Euro investiert werden.