Games Convention gut gestartet
Mit einem Ansturm von 28.000 zumeist jugendlichen Besuchern hat am Donnerstag der erste Publikumstag auf der größten europäischen Messe für Computer- und Videospiele begonnen. Im Vorjahr waren zum Messeauftakt 16.000 Menschen gekommen, bis Sonntag rechnet die Leipziger Messe mit mehr als 110.000 Besuchern.
Messe-Geschäftsführer Josef Rahmen sprach von einem "fulminanten" Auftakt des Events, der noch bis Sonntag dauert.
Eine Rekordteilnehmerzahl vermeldete auch die angekoppelte Entwicklerkonferenz, die am Donnerstag zu Ende ging. Die Teilnehmerzahl verdoppelte sich auf rund 500.
Bereits vor Öffnung der Tore um 9.00 Uhr warteten einige hundert Spielefans an den Drehkreuzen. Etwas Wartezeit fiel auch bei der Alterskontrolle an. Jeder Besucher erhielt ein farbiges Handgelenkbändchen.
Video und Computerspiele boomen in DeutschlandZufriedenheit und Zweifel
Auch die Aussteller äußerten sich durchwegs zufrieden. Gerade wegen des Erfolges halten die Spekulationen über einen möglichen Umzug der Messe nach Köln oder Berlin hartnäckig an.
Im Ausland werde mit Blick auf die Branche oft gefragt, was mit den Deutschen los sei, sagte der Europa-Chef des weltgrößten Computerspiele-Herstellers Electronic Arts, Gerhard Florin. Die Computerspiele-Branche habe damit zu kämpfen, dass aus Unkenntnis oft behauptet werde, dass junge Menschen durch solche Spiele verdummten.
Der EA-Chef sagte, Deutschland habe im 19. Jahrhundert zu den führenden Kulturnationen in Malerei und Literatur gehört, im 20. sei das bei Film, TV und Musik aber nicht mehr der Fall gewesen. Im 21. Jahrhundert müsse Deutschland in der Computerspielindustrie mit tonangebend sein, schließlich sei diese bereits größer als die Filmbranche.
Die Games Convention
