16.08.2005

MEDIENKONZERN

Druck der Aktionäre auf Time Warner

Der amerikanische Milliardär und Großinvestor Carl Icahn hat vom weltgrößten Medienkonzern Time Warner eine Reihe von Maßnahmen zu Gunsten der Aktionäre gefordert.

Die Kabelsparte müsse abgetrennt und ein Aktienrückkauf mit einem Umfang von 20 Mrd. Dollar begonnen werden, sagte der Milliardär am Montag. Zwar führe das Management die einzelnen Geschäftsfelder in lobenswerter Weise. Es seien jedoch keine Maßnahmen vorgeschlagen worden, um den Wert für die Aktionäre zu steigern.

Icahn hält zusammen mit einer Reihe von Hedge Fonds mehr als 120 Millionen Aktien von Time Warner. Sollten die Optionen voll genutzt werden, hätte sein Paket an Time Warner einen Gesamtwert von 2,2 Mrd. Dollar. Es gibt insgesamt 4,7 Milliarden Time-Warner-Aktien. Somit hat die Icahn-Investorengruppe etwa 2,55 Prozent der Time-Warner-Aktien in ihrem Besitz.

Icahn ist in den USA durch seine aggressiven Aktionen bekannt, die Unternehmen zu kurssteigernden Aktionen zwingen sollen. Er hat bereits in der Vergangenheit Änderungen bei Firmen gefordert, bei denen er über große Aktienanteile verfügt.

Die Time-Warner-Aktien waren nach dem Kauf von Time Warner durch America Online im Jahr 2001 eingebrochen und hatten zwei Drittel ihres Wertes verloren. Am Montag legte der Time-Warner-Aktienkurs um 1,3 Prozent auf 18,47 Dollar zu. Die Aktien hatten vor einem Jahr mit 15,74 Dollar notiert.