Schadenersatz von Ex-Siemens-Managern
Aufsichtsrat will in Schmiergeldaffäre klagen
In der Siemens-Schmiergeldaffäre erwägt der Aufsichtsrat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Schadenersatzklagen gegen bis zu zehn ehemalige Vorstände.
Mehrere Mitglieder des Kontrollgremiums gingen davon aus, dass ein Vorgehen gegen den gesamten früheren Zentralvorstand "unumgänglich" sei, berichtete das Blatt am Freitag. Das Unternehmen stütze sich dabei auf ein Rechtsgutachten. Ein Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.
Siemens prüfe grundsätzlich immer mögliche Schadenersatz- und Regressansprüche, sagte er lediglich. In Unternehmenskreisen wurde die Existenz des Gutachtens aber bestätigt.
In der Schmiergeldaffäre bei Siemens bringen angebliche frühe Hinweise auf schwarze Kassen nach Medienberichten unter anderen den früheren Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer in Bedrängnis.
(dpa)
