29.07.2005

SCHÄDLINGE

Rasanter Anstieg bei Trojanern

Die Zahl der Trojaner nimmt rasant zu.

Mittlerweile werden weltweit monatlich rund 3.000 neue Trojaner-Varianten registriert. Trojaner sind Software-Schädlinge, die nach Installation die befallenen Computer von außen kontrollierbar machen.

Im Gegensatz dazu sind die klassischen Viren eine aussterbende Rasse. Nur noch 200 neue Varianten werden monatlich gemeldet.

Die Wurm-, Trojaner- und Virenschreiberszene hat sich in den letzten Jahren gründlich gewandelt, warnt der Anti-Viren-Experte Kaspersky Labs. Wurden Viren früher von neugierigen Schülern oder Einzelpersonen geschrieben, dominiert mittlerweile eindeutig die kriminelle Absicht.

3.000 neue Würmer monatlich

Wurden im Jänner 2003 monatlich noch 500 Würmer gemeldet, ist die Zahl nun auf 3.000 gestiegen. Gegenläufig ist die Entwicklung bei Viren: Nach einem Hoch von knapp 500 neu entdeckten Viren im Juli 2003 werden jetzt nur noch 200 neue Varianten monatlich gezählt.

Vom Aussterben bedroht sind auch IRC- und P2P-Würmer - ihnen wird, auf Grund aussterbender Technologie oder massiver Zugangshemmnisse - die Lebensgrundlage entzogen. Dafür boomen Instant-Messaging-Würmer - nicht nur wegen der weiter wachsenden IM-Verbreitung, sondern auch wegen der Unerfahrenheit der User mit dieser Art von Schädlingen.

Neu ist auch die Zunahme von Infektionen in boomenden Betriebssystem-Bereichen - wie bei den UNIX/Linux-Varianten und Symbian. Im UNIX-Sektor werden monatlich 35 neue Schadprogramme gefunden - drei Mal mehr als noch vor anderthalb Jahren.