EFF untersucht Farblaser-Ausdrucke
Bereits seit längerer Zeit setzen Hersteller von Farb-Laserdruckern Technologien ein, um das Fälschen von Geld und Dokumenten zu erschweren.
So werden bei vielen Druckern winzige Farbpunkte mitgedruckt, um eine Rückverfolgung des Ausdrucks zu ermöglichen.
Die Kunden wissen meist nichts von der geheimen Kennzeichnung.
Die Electronic Frontier Foundation hat nun alle Besitzer eines Farb-Laserdruckers dazu aufgerufen, Ausdrucke ihrer Geräte einzusenden, um sie auf etwaige eingebettete Codes zu überprüfen und eine Liste der Markierungsgeräte zu erstellen.
Bis 1. November einsenden
Das Bild zeigt einen Ausdruck des Xerox DocuColor 12. Erst bei
sechzigfacher Vergrößerung werden die kleinen Punkte sichtbar.
Der Aufruf der EFFDie EFF fordert alle Anwender auf, möglichst viele der bereitgestellen Testseiten auszudrucken und bis 1. November per Post einzuschicken.
Die pdf-TestseitenAusdruck wird Person zugeordnet
Jeder Farbdruck wird mit kleinen gelben Farbpunkten markiert, die Seriennummer und Herstellungscode enthalten. So kann ermittelt werden, aus welchem Gerät der Ausdruck stammt.
Die Hersteller wie Xerox, Toshiba und Canon stellen den ermittelnden Behörden ihre Kundendatenbanken zur Verfügung, um die Seriennummern Personen zuzuordnen.
Die EFF rät Personen des öffentlichen Lebens dringend davon ab, derartige Laserdrucker zu verwenden.
Sie verweisen auf einen Bericht der American Civil Liberties Union [ACLU], wonach das FBI auch Dokumente von Aktivisten wie Greenpeace und der Organisation United for Peace and Justice archiviert.
Anhand der unsichtbaren Markierungen könnte ermittelt werden, wer die Ausdrucke erstellt habe. Das gefährde das Recht auf freie Rede.
Der Bericht der ACLU
