US-Computerindustrie: Starkes Wachstum

rechner
17.04.2008

Die US-Wirtschaftsprobleme treffen die PC-Hersteller der Vereinigten Staaten nur bedingt. Die Marktforscher IDC und Gartner bescheinigen ihnen zweistellige Wachstumsraten im internationalen Absatz. HP und Dell kämpfen weiter um die Position als Branchenprimus, Apple wächst rasant.

Entgegen dem abwärts zeigenden Wirtschaftstrend haben die PC-Hersteller der USA im ersten Quartal 2008 zweistellige Wachstumsraten vorlegen können. Das belegen am Mittwoch vorgestellte Zahlen der Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner.

Die US-Hersteller legten allerdings hauptsächlich im Auslandsgeschäft zu. Während der Rechnermarkt im Inland mit nur drei Prozent wachsen konnte, legten die weltweiten Gesamtverkäufe laut Gartner um 12,3 und laut IDC um 14,6 Prozent zu. Der Anteil der USA am PC-Weltmarkt sank von 25 Prozent im ersten Quartal 2007 auf 23 Prozent im ersten Quartal 2008.

Absatz verlangsamt

In den letzten beiden Quartalen des Jahres 2007 war der Weltmarkt um jeweils 17 Prozent gewachsen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatten die Hersteller in den USA rund 8,8 Prozent mehr Computer absetzen können.

IDC schätzt den Weltmarktanteil von Hewlett-Packard [HP] auf derzeit 19,1 Prozent. Das Unternehmen liegt damit weiterhin vor Dell [15,7 Prozent]. Nummer drei auf dem Weltmarkt ist die taiwanesische Firma Acer.

Laut IDC wurden im ersten Quartal 2008 insgesamt 69,5 Millionen stationäre PCs und Notebooks verkauft, Gartner zählte 71,1 Millionen.

Apple als Wachstumsführer

Auf dem US-Markt selbst liegt laut beiden Marktforschern Dell mit circa 31 Prozent Marktanteil vor HP mit 25 Prozent. Dahinter folgen Acer und Apple, wobei Cupertino im ersten Quartal wieder ein starkes Wachstum generieren konnte.

IDC schreibt Apple 25,1 Prozent mehr verkaufte Rechner zu und Gartner sogar 32,5 Prozent. Damit vereint Apple etwas über sechs Prozent des US-Computermarkts auf sich, schaffte es aber nicht in die fünf ersten Plätze des Weltmarkts.

Sowohl IDC als auch Gartner sagten, dass momentan Consumer-Notebooks die wichtigsten Treiber des Wachstums sind. IDC-Sprecher Bob O'Donnell: "Früher gab es einen PC im ganzen Haushalt. Bei den Notebooks muss man nun so rechnen, dass es eines davon pro Person gibt."

(AP)