Überwachung kann Terror nicht stoppen
Skeptisch ist der Sicherheitsexperte und frühere Cobra-Chef Wolfgang Bachler bezüglich der vom Innenministerium geplanten Ausweitung der Videoüberwachung.
In der "ZiB2" und im "Kurier" vertrat Bachler die Auffassung, dass das keine geeignete Möglichkeit sei, den Terrorismus zu bekämpfen. Er verwies darauf, dass die aufgezeichneten Daten auch vom Personal kontrolliert werden müssten - "die Überwachungsleistung für das Personal ist enorm".
Er glaubt auch nicht, dass es machbar wäre, alle Telefongespräche und E-Mails zu analysieren.
Bachler, erklärter Gandhi-Fan und Österreichs jüngster General, war mehr als 14 Jahre beim Einsatzkommando Cobra, die letzten viereinhalb Jahre als Kommandant.
Kurier-Interview und Biografie von Wolfgang BachlerPräventive Wirkung
Gleichzeitig betonte der Sicherheitsexperte aber auch, dass eine Video-Überwachung "nicht wertlos" sei. Es komme immer darauf an, was man damit erreichen wolle.
An den beiden öffentlichen Plätzen, wo sie derzeit in Betrieb sind [Wiener Schwedenplatz und SCS in Vösendorf], sei die Kriminalität deutlich zurückgegangen. "Die präventive Wirkung ist nicht zu unterschätzen."
