Infineon prüft interne Kontrollen
Im Skandal um Schmiergeldzahlungen will der Chiphersteller Infineon das betriebsinterne Kontrollsystem unter die Lupe nehmen lassen.
Der Infineon-Ausschuss für Investitionen, Finanzen und Prüfungen sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine externe Prüfung ratsam sei, erklärte der Konzern am Freitag in München. "Die Prüfung soll feststellen, ob es Schwachstellen gab", sagte ein Sprecher.
Damit erhoffe sich die Firma Aufschluss darüber, ob die Affäre hätte verhindert werden können. Wer mit der Prüfung beauftragt wird, steht laut dem Prüfer noch nicht fest.
Kein Fehlverhalten
Bei einer ersten Untersuchung kam der Ausschuss zu dem Ergebnis,
dass die Schmiergeld-Vorwürfe gegen den inzwischen zurückgetretenen
Infineon-Manager Andreas von Zitzewitz im März 2004 vom Unternehmen
umfassend untersucht worden seien. Es seien damals keinerlei Belege
für ein Fehlverhalten Zitzewitz' gefunden worden, bekräftigte das
Unternehmen.
Ex-Chef Schumacher entlastetZitzewitz letztes Wochenende zurückgetreten
Zitzewitz wird von der Staatsanwaltschaft München vorgeworfen, von dem Betreiber der Schweizer Sponsoring-Agentur BF Consulting im Gegenzug für Aufträge zwischen 2002 und 2004 insgesamt 259.000 Euro Schmiergelder kassiert zu haben.
Zitzewitz war am vergangenen Wochenende zurückgetreten. Er war für das Speicherchipgeschäft von Infineon zuständig.
