21.07.2005

VIREN & CO.

Microsoft rüstet weiter für die Sicherheit

Der weltgrößte Softwarehersteller versucht derzeit seinem Versprechen, seine Software sicherer zu machen, vehement Folge zu leisten.

Microsoft [MS] kündigte an, die Firma FrontBridge Technologies zu übernehmen. Die Transaktion werde voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein. Finanzielle Einzelheiten dazu nannte Microsoft nicht.

FrontBridge filtert für Unternehmen E-Mails und Instant Messages, bevor diese in das interne Firmen-Netzwerk gelangen.

MS will nach eigenen Angaben die Services von FrontBridge nicht mit seinem Exchange-Server für E-Mails bündeln. FrontBridges Service soll vielmehr weiterhin separat und als Add-on zu Microsoft-Produkten erhältlich sein.

Lizenz-Deal mit Finjan

MS hat zudem in die Sicherheitsfirma Finjan investiert und dessen Patente für den Schutz von Systemen gegen noch unbekannte Sicherheitsrisiken lizenziert, berichtet Cnet. Finanzielle Details wurden auch hier keine genannt.

Der Softwarehersteller halte nun einen kleinen Teil an Finjan und könne Finjans Ideen in seinen zukünftigen Produkten verwenden, so Nick Sears, Chef von Finjan USA. Dabei geht es laut Sears etwa um Wege Internet-Traffic zu überwachen und bösartigen Code zu blockieren. Zugang zum Source Code von Finjan-Software erhalte Microsoft keinen.

Wie Microsoft die Patente einsetzen will, konnten weder Sears noch Microsoft selber sagen. Die Patente würden für den Hersteller interessante Gebiete in Bezug auf Sicherheitslösungen für seine Kunden abdecken, so ein Firmen-Sprecher.

MS-Virenschutz noch dieses Jahr?

Noch in diesem Jahr will Microsoft seine eigene Virenschutz-Software namens "Windows OneCare" als Aboservice Windows-Rechner [vorerst nur Windows XP mit Service Pack 2] gegen Computerviren und Spyware anbieten.

Windows OneCare soll unter anderem eine Firewall beinhalten sowie Tools zum periodischen Aufräumen der Festplatte. Auch die Reparatur von Files und Defragmentierung soll damit möglich sein.