Harte Zeiten für externe Festplatten
Wie die Wiener Datenrettungsfirma Attingo meldet, hat sich die Zahl der defekten externen Festplatten innerhalb eines Jahres verdreifacht. Schuld sind die schlechte Qualität und der sorglose Umgang mit den doch heiklen Geräten.
Laut Attingo steigt bereits seit 2006 die Zahl externen Festplatten, auf denen Daten verloren gingen, doch das letzte Jahr war offenbar ganz besonders auffällig.
Das liege einerseits daran, dass immer mehr externe Festplatten in Benutzung sind, sagte Nicolas Ehrschwender von Attingo, aber auch an der schlechten Qualität mancher Produkte.
Kleiner Preis, wenig Qualität
"Externe Festplatten kosten mittlerweile schon genauso viel wie interne, und da bleibt für ein ordentliches Gehäuse kein finanzieller Spielraum mehr." Daher stehe Überhitzung neben den klassischen Anwenderfehlern wie übermäßige Erschütterung auch ganz oben auf der Liste der häufigsten Fehlfunktionen.
Ehrschwender empfiehlt, beim Kauf auf eine aktive Kühlung [eingebauter Ventilator] und auf eine gute Qualität und Verarbeitung der Gehäuse zu achten.
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Kabelstürze signifikant häufig
Doch nicht nur Überhitzung bedroht die externen Speichermedien, auch der Nutzer selbst sorgt laut Attingo für ausreichend Ausfälle.
Vor allem Erschütterungen durch den unachtsamen Umgang beim Transport oder während eines Lese-/Schreibvorgangs seien hier besonders häufig.
Interessanterweise ist auch die Zahl der Kabelstürze, wenn die Festplatte durch Reißen am Kabel zu Boden fällt, signifikant.
"Externe Festplatten sind genauso sorgsam zu behandeln wie Platten, die in den Rechnern selbst verbaut sind", warnt Attingo vor einem allzu sorglosen Umgang mit den Hightech-Geräten.
(futurezone | Nadja Igler)
