Kubaner stehen für eigene Handys an

Wandel
14.04.2008

Mobiltelefonie bleibt Luxusgut

Nach dem Wegfall der Beschränkungen für den Besitz von Handys haben sich am Montag in Kuba Hunderte Kubaner um ein eigenes Mobiltelfeon angestellt.

Die Regierung des neuen Präsidenten Raul Castro hatte Ende März die bisherigen Beschränkungen aufgehoben. Viele Kubaner konnten bisher nur über den Umweg einer Anmeldung durch einen Ausländer an eigenes Gerät kommen.

Allerdings wird sich wohl nicht jeder Kubaner ein Handy leisten können. Ein Mobilfunkvertrag kostet umgerechnet 120 US-Dollar, das billigste Telefon rund 65 US-Dollar. Der kubanische Durchschnittslohn liegt derzeit bei 408 gewöhnlichen Pesos, etwa 17 US-Dollar im Monat.

Erschwerend kommt hinzu, dass der staatliche Telekommunikationsmonopolist ETECSA für seine Prepaid-Tarife konvertierbare Pesos verlangt, die 24 mal mehr wert sind als die gewöhnlichen Pesos, mit denen Durchschnittsbürger bezahlt werden.

(Reuters | APA | AP)