12.07.2005

IM VISIER

Intel-Büros in Europa durchsucht

Im Zuge des EU-Wettbewerbsverfahren gegen Intel sind am Dienstag Büros des US-Chipherstellers und andere Büros von Computerherstellern und Vertriebsgesellschaften in Europa durchsucht worden.

Mitarbeiter der europäischen und nationaler Wettbewerbsbehörden seien an den Durchsuchungen beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel.

Im März hatte die Kommission erklärt, sie ermittle gemeinsam mit den japanischen Behörden gegen Intel. Bei den Durchsuchungen geht es dem Vernehmen nach um den Verdacht, Intel habe mit Rabattgewährung eine beherrschende Marktposition missbraucht.

Eine Sprecherin von Intel in Europa gab zunächst keine Stellungnahme ab. Ein Sprecher von Intel Deutschland sagte: "Wir werden kooperieren, so gut wir können." Er rechnet damit, dass sich das Verfahren über Jahre hinzieht.

Die japanische Kartellbehörde FTC hatte im März bereits festgestellt, Intel habe gegen Wettbewerbsgesetze verstoßen. Das Unternehmen habe fünf Computerherstellern Rabatte gewährt - im Gegenzug für eine Limitierung des Verkaufs von Chips anderer Hersteller wie von AMD.