Telekom-Fusionitis in Skandinavien
Der skandinavische Telekom-Anbieter-Markt ist wieder in Bewegung geraten. Der schwedisch-finnische Konzern TeliaSonera schloss einen Vorvertrag über die Übernahme des norwegischen Anbieters Chess ab.
In Finnland teilte am Donnerstagabend der Telekomanbieter und Netzbetreiber Elisa mit, den stärksten Festnetz-Anbieter des Landes, Saunalahti, übernehmen zu wollen.
TeliaSonera hatte bereits am Mittwoch mit dem drittgrößten Anbieter in Norwegen, Chess/Sensen Vollvik, einen Vorvertrag im Gesamtwert von rund 230 Mio. Euro geschlossen. Umgehend meldete sich die norwegische Wettbewerbsbehörde zu Wort und kündigte an, den gesamten norwegischen Telekommarkt einer Prüfung unterziehen und feststellen zu wollen, ob die Zugängigkeit des Marktes durch die geplante Transaktion gewährleistet bleibt.
Der Verkauf von 5,3 Prozent der Anteile an TeliaSonera hat im Dezember 2004 dem finnischen Staat 1,123 Milliarden Euro eingebracht.
TeliaSonera weiter privatisiertNummer zwei frisst Kleineres
Stärkster Anbieter in Norwegen ist die nach wie vor mehrheitlich staatliche Telenor, die vor einigen Jahren mit der schwedischen Telia und der finnischen Sonera über eine gesamtskandinavische Fusion verhandelte. Letztlich kam es aber nur zur Fusion der letzteren beiden.
Der finnische Marktzweite Elisa legte am Donnerstag ein Angebot für die Übernahme des Konkurrenten Saunalahti über insgesamt rund 320 Mio. Euro. Die Finanzierungsgesellschaft Novator, mit einem Anteil von rund 50 Prozent die Haupteigentümerin von Saunalahti, , kündigte an, das Übernahmeangebot annehmen zu wollen. Als Bedingung für das Kaufangebot stellte Elisa, die Kontrolle über zwei Drittel der Aktien an Saunalahti zu erhalten.
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