Roboter hilft bei der Brustuntersuchung
Forscher der Michigan State University haben einen speziellen Roboterarm vorgestellt, der auch Untersuchungen über Distanz ermöglichen soll - also ohne dass der jeweilige spezialisierte Arzt vor Ort ist.
Die Roboterhand wird über einen haptischen "Handschuh" gesteuert, mit dem die Bewegung der Arzt-Finger erfasst und über einen Rechner direkt an den Roboterarm geschickt werden, berichtet "New Scientist".
Umgekehrt werden auch die Tasterlebnisse der Roboterhand an den Arzt zurückgesendet, so dass dieser etwaige Knötchen oder sonstige Veränderungen im Brustgewebe in Echtzeit "erfühlen" kann.
Neben der taktilen Erfassung sind in der Roboterhand auch noch ein Ultraschallsensor und drei Videokameras eingebaut, die dem Arzt noch weitere Informationen in Echtzeit liefern sollen.
Operationsroboter für das SchlachtfeldTest auf Alltagstauglichkeit
Nun sollen erste klinische Tests zeigen, ob sich der Roboter auch im Alltag beweisen kann. Allerdings erwarten die Forscher die Markteinführung des Geräts nicht vor fünf Jahren.
Das größte Problem dürfte das Design des Roboterarms werden, der genauso wie ein guter Arzt ein gewisses Maß an Vertrauen im Patienten auslösen soll. Zudem muss er genauestens auf Zuverlässigkeit geprüft werden, damit er in der Praxis nicht verletzend sein kann.
Weitere Hürden könnten auch die Verzögerungen bei der Übertragung der Daten sein, die die Telemedizin derzeit noch vor Probleme stellen.
