Tests für Boarding via Fingerabdruck
Die deutsche Lufthansa bestätigte nun offziell, derzeit Bordkarten mit Fingerabdruck zu testen.
Der Test, an dem sich Lufthansa-Mitarbeiter beteiligen, läuft seit Montag und soll zwei Wochen dauern. Eine mögliche Markteinführung sei im Laufe des kommenden Jahres geplant, so ein Unternehmenssprecher.
Beim Einchecken sollen die Fluggäste ihren Fingerabdruck abgeben, der als Code auf der Bordkarte gespeichert wird. Beim Einsteigen werden dann der Abdruck und die Daten auf der Karte verglichen.
Die Gefahr eines Missbrauchs der Daten besteht laut Lufthansa nicht, weil die Daten codiert gespeichert würden und Außenstehende daher nichts damit anfangen könnten.
Durch dieses System solle das Einchecken "schneller und sicherer werden". Zuvor hatte die Lufthansa bereits Versuche für die Iris-Erkennung gestartet.
Lufthansa testet Fingerprints für BordkartenSofortige Löschung gefordert
Vielflieger sollen zudem die Möglichkeit erhalten, dass der Daumenabdruck auf ihrer Vielflieger-Karte gespeichert wird. Auch in diesem Fall wären die Daten aber für Externe unbrauchbar, versicherte der Unternehmenssprecher.
Der Vorsitzende der deutschen Datenschutzkonferenz, Thilo Weichert, beurteilte die biometrischen Bordkarten als datenschutzrechtlich nicht bedenklich, sofern die Daten sofort wieder gelöscht würden.
Problematisch sei die Erfassung der Daten in einer zentralen Datei, so Weichert. "Das Problem bei diesen Verfahren ist, dass die Menschen ihre Daten zur Verfügung stellen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was damit passieren kann."
