04.07.2005

ENTSCHEIDUNG

T-Mobile will US-Tochter loswerden

Die Deutsche Telekom erwägt nach Informationen des "Wall Street Journal" den Verkauf ihres Tochterunternehmens T-Mobile USA.

Grund seien erhebliche Kosten für einen fälligen Umbau des Telekom-Netzes in den Vereinigten Staaten, berichtete die Wirtschaftszeitung am Sonntag. Wenn der deutsche Konzern gegen seine Konkurrenten auf dem US-Markt bestehen wolle, müsse er in den nächsten Jahren bis zu zehn Milliarden Dollar in sein dortiges Netz investieren.

Auf der anderen Seite würde ein Verkauf möglicherweise 30 Milliarden Dollar bringen.

Konzernführung ist noch uneins

Angesichts des Rückstandes bei den Marktanteilen befürworteten Analysten einen möglichen Verkauf von T-Mobile USA. "Strategisch betrachtet würde ich den US-Markt eher verlassen", sagte Theo Maas von ABN Amro Asset Management. Der am ehesten in Frage kommende Käufer, der britische Mobilfunkkonzern Vodafone, zeigte sich an einer möglichen Übernahme jedoch nicht interessiert.

Ein Sprecher sagte dem "Wall Street Journal Europe", sein Konzern sei bereits mit 45 Prozent am Konkurrenten Verizon Wireless engagiert. Vodafone ist als Interessent im Gespräch, weil das Unternehmen in der Vergangenheit vergeblich versucht hatte, einen US-Anbieter vollständig zu erwerben.