AMD liefert "Barcelona"-Chips aus
Der Chiphersteller AMD hat nach wiederholten Verzögerungen die Auslieferung seines Vierkernprozessors "Barcelona" gestartet.
Maßgeschneiderte Serversysteme auf Basis der neuen Chips würden nun von führenden Anbietern an Unternehmenskunden und Computerzentren ausgeliefert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Sunnyvale [Kalifornien] mit.
Bei der Aufholjagd zum großen Konkurrenten Intel hatte der Chiphersteller bei den leistungsfähigen Vierkernprozessoren mit zahlreichen Hürden und Rückschlägen zu kämpfen. Intel ist mit seinen Vierkern-Serverprozessoren bereits seit mehr als einem Jahr auf dem Markt.
Die ersten "Barcelona"-Chips für Server hatte AMD mit einer Verspätung von einem halben Jahr bereits im vergangenen Herbst vorgestellt, die Auslieferung in großer Stückzahl dann aber wegen erheblicher technischer Probleme weiter hinausgeschoben.
Während der Marktführer bei den Konkurrenzprodukten allerdings zwei Doppel-Kerne auf einem Prozessor unterbringt, verbaut AMD auf seinen Chips vier einzelne Kerne. Damit soll theoretisch eine deutlich bessere Leistung ermöglicht werden. Die ersten "Barcelona"-Prozessoren sollen allerdings mit 2 bis 2,3 Gigahertz in der Taktfrequenz unterhalb der Intel-Konkurrenzprodukte liegen.
AMD mit Problemen
Der Chiphersteller setzt in den Markt für Unternehmenskunden große Hoffnung. Vor einigen Jahren noch hatte AMD mit einem zeitlichen Vorsprung bei Serverchips mit seinen Opteron-Prozessoren gegenüber Intel signifikant Marktanteile gewinnen können.
Das Unternehmen hat zurzeit mit massiven finanziellen Problemen zu kämpfen. Erst am Dienstag senkte AMD seine Prognosen für das erste Quartal und kündigte an, mehr als 1.600 Mitarbeiter und damit rund zehn Prozent der Belegschaft zu entlassen.
(dpa)
