Bwin klagt Französischen Tennisverband
Wegen Diffamierung
Der börsennotierte Sportwettenanbieter bwin hat am Mittwoch eine Diffamierungsklage am Pariser Landgericht gegen den Französischen Tennisverband [FFT] angekündigt. Bwin reagiert damit auf Erklärungen von FFT-Vertretern, wonach das Unternehmen "ethische Risiken für den Sport" darstelle.
Der französische Verband hatte zu Jahresbeginn zwei Justizverfahren eingeleitet, um ein Verbot von Online-Wetten auf das Tennisturnier Roland Garros durchzusetzen. In Frankreich herrscht nämlich noch ein Glückspielmonopol, das allerdings von der EU-Kommission kritisiert wurde.
Verfahren in Belgien
Ein erstes Verfahren in Lüttich [Belgien] richtet sich außer gegen bwin auch gegen seine Mitbewerber Betfair und Ladbroke. Ein zweiter Prozess in Frankreich betrifft die Wettanbieter Unibet und Expekt, die für das Turnier bereits Wetten anbieten. FFT wirft ihnen die unerlaubte Verwendung des Logos von Roland Garros vor.
Die französischen Beschränkungen für ausländische Wettanbieter hatten 2006 bereits zur Verhaftung der Vorstände des börsennotierten Sportwettenanbieters bwin in Südfrankreich geführt.
(APA)
