Mini-Festplatten für den "Terabyte-Lifestyle"
Mit der steigenden Flut an digitalen Daten, die wir auf unseren Rechnern ansammeln und möglichst auch unterwegs bei uns haben wollen, steigt auch die Nachfrage nach größeren Speicherkapazitäten auf möglichst kleinem Raum.
Speicherhersteller Seagate hat etwa vergangene Woche die erste 2,5-Zoll-Festplatte mit 160 GB Speicherkapazität vorgestellt, die die Aufzeichnungstechnik "Perpendicular Recording" verwendet.
Im Vergleich zum bisher üblichen "Longitudinal Recording" können dabei Bits dichter aneinander gepackt werden, weil sie anstatt parallel senkrecht zur Rotationsrichtung des Datenträgers liegen.
Seagate plant unterdessen auch stoßfeste und kälteunempfindliche 20- und 40-GB-Festplatten für Autos zu produzieren, weil dieser Sektor wegen der steigenden Nachfrage nach Entertainment- und Navigationssystemen als Wachstumsmarkt gilt.
Weiters kündigte Seagate die mit einer Speicherkapazität von 500 GB bisher größte Festplatte für digitale Videorecorder an, die bis zu 80 Stunden High-Definition-Videomaterial fassen kann.
Hitachi vergrößert FestplattenkapazitätFünf Terabyte für Desktops
Doch auch bei den Desktop-PCs wird sich in den nächsten Jahren nach Ansicht von Seagate einiges ändern. Bereits in fünf Jahren sollen fünf Terabyte [1 Terabyte = 1.024 GB] Speicher in normalen Standgeräten nicht mehr außergewöhnlich sein.
Das sei aber nur mit der Methode des Perpendicular Recording möglich.
Hitachi war bei dieser Technologie Vorreiter und will noch 2005 eine entsprechende 2,5-Zoll-Festplatte für Notebooks und Handhelds auf den Markt bringen.
Über die Nachfrage müssen sich die Hersteller bestimmt nicht sorgen: Während 2003 noch 17 Millionen Festplatten in Unterhaltungselektronik verbaut wurden, soll diese Zahl laut Analysten bis 2006 auf 55 Millionen steigen.
Perpendicular Recording bei Wikipedia
