Touch-Screens ersetzen Schultafeln
Tafel wischen gehört für die Drittklässler der Volksschule der Columbia University der Vergangenheit an.
Statt der guten alten grünen Tafel und zugehöriger Kreidebeschriftung ist der Klassenraum mit einem riesigen Touch-Screen ausgestattet.
Und immer mehr ABC-Schützen arbeiten mit modernster Multimedia dieser Art. Allein in den USA ist die Technik bereits in über 150.000 Klassenräumen im Einsatz, weltweit in 75 Ländern.
"Diese Technologie ist ein echtes Muss," schwärmt Shawn Mishler, Kommunikationstechniker an der Privatschule. "Mein Traum wären unter Putz verlegte Touch-Screens mit einer Diagonale von über zwei Metern für jeden Klassenraum."
Tafelbilder abspeichern
Ein besonders praktischer Aspekt der interaktiven Weißwandtafeln
ist die Möglichkeit, das aktuelle Tafelbild eines jeden Kindes
abzuspeichern. So können diese später verglichen und etwa im
Förderunterricht herangezogen werden. Auch nach dem Löschen durch
einen elektronischen Schwamm geht so nichts verloren.
Columbia UniversityBedienung mit den Fingern
Der Touch-Screen kann in allen Fachrichtungen und Altersgruppen genutzt werden. Neben dem herkömmlichen Lehrmaterial sind auch die Internet-Recherche und das Anzeigen von Videoclips möglich. So kann auch der Umgang mit dem Computer in der Schule besser erlernt werden.
Den Kinder fällt die Bedienung dabei nicht schwer, ein Tippen mit den Fingerspitzen genügt.
"Es motiviert die Kinder," so die Klassenlehrerin Eliza Bang. "Auch als Plattform für Gruppenarbeiten ist es wirklich erstaunlich."
Waren die Kinder besonders brav, nutzt Bang die Technologie für eine kleine Belohnung. Statt Geografie zeigt die Tafel dann in der Pause eine Folge von "Black Beauty".
"Die Anwendungsmöglichkeiten sind so vielfältig. Die Kinder können PowerPoint-Präsentationen und auch Word-Dokumente erstellen, einen Film oder eine Slide-Show zeigen," so Bang.
In drei bis fünf Jahren in jeder Klasse
Hergestellt werden die Touch-Screen-Tafeln von etwa einem Dutzend
Firmen wie Numonics, PolyVision und Promethean. "Ich glaube, in drei
bis fünf Jahren gibt es in jeder Klasse so eine Tafel," so Nancy
Knowlton von Marktführer Smart Technologies.
Die "Smart Boards"
