Mit Billig-Abos gegen Apples iTunes
Microsoft versucht weiterhin Apples Vorherrschaft auf dem Markt für Musik-Downloads zu brechen.
Da es bisher keinem der Partneranbieter wie Napster und Yahoo, die das Microsoft-Format WMA verwenden, gelungen ist, gegen Apple an Boden zu gewinnen, steigt der Softwarekonzern nun selbst in den Ring.
Mit der Erweiterung seines Musikdienstes MSN Music um ein Abo-Angebot will der Konzern dem Konkurrenten die Kunden abjagen.
Das neue Abo-Angebot soll mit aggressiven Lockangeboten starten und etwa sieben Dollar pro Monat kosten.
Das wäre um die Hälfte billiger als die Musik-Abos von Napster und RealNetworks. "Wir glauben, das Abo-Modell ist sehr interessant", so MSN-Produktmanagerin Christine Andrews.
Napster-Downloads auch am MP3-PlayerJedem iTunes-Song sein WMA-Pendant
Als Geheimwaffe gegen Apple will Microsoft zudem iPod-Kunden mit einem attraktiven Umstiegsangebot überzeugen.
Wer bereits einen Song bei iTunes gekauft hat und dadurch an den iPod gebunden ist, soll diesen im WMA-Format neu herunterladen können. Ob diese Umtauschaktion kostenpflichtig oder gratis angeboten wird, ist nicht bekannt.
Die entsprechenden Verhandlungen mit den Plattenfirmen laufen derzeit noch.
Durch verbesserte DRM-Technologie sollen Community-Features wie das Austauschen von Playlists dem Gefühl des File-Sharing nahe kommen.
In Österreich startete MSN Music Anfang November 2004, 400.000 Titel werden zum Preis von jeweils 99 Cent angeboten.
MSN Music startet in Österreich
