VeriSign bleibt ".net"-Verwalter
Die Verwaltung der ".net"-Domain bleibt nun endgültig für sechs weitere Jahre bei VeriSign.
Der Abstimmung waren jedoch einige Kontroversen vorangegangen. So enthielten sich bei einer Abstimmung letzte Woche vier Board-Mitglieder der Stimme, zwei weitere stimmten gegen VeriSign - die Abstimmung scheiterte.
ICANN-Chef Paul Twomey kommentierte die Entscheidung mit einer Danksagung an die fünf Bewerber, die Netz-Gemeinde und Telcordia für die Arbeit, die diesen Prozess erfolgreich gemacht hätte.
Gerade Telcordias Bericht hatte allerdings zu einigem Unmut unter den Beteiligten geführt. Dieser hatte VeriSign als den besten Bewerber für die Verwaltung der ".net"-Domain ausgewiesen - allerdings war er zugegebenermaßen falsch und musste korrigiert werden.
Die anderen Bewerber erhoben Einspruch gegen einige Punkte, der Bericht wurde überarbeitet. Die aktuelle Version vom Mai stellt VeriSign, mit dem Telcordia teils personell und teils finanziell verbunden ist, erneut das beste Zeugnis aus.
VeriSign geht in die ".net"-VerlängerungSchlechte Bewertungen
So wurden im ersten Bericht unter anderem einige Dinge falsch oder gar nicht bewertet, die deutsche Denic kassierte beispielsweise Minuspunkte für ihre Datenbank und Core++ keine Pluspunkte für IDNs und IPv6. Teilweise wurden Pluspunkte nicht gezählt bzw. "übersehen", wie Telcordia später zugab.
Telcordia ging in seinem Bericht auch nicht auf die Nichteinhaltung VeriSigns allgemein anerkannter ICANN-Regeln ein, wie zum Beispiel mit SiteFinder.
VeriSign hatte dabei alle [Fehl-]Abfragen von nicht existenten ".com"- und ".net"-Domains auf seine eigene Suchmaschine umgeleitet.
Konkurrenten wie auch ICANN sahen darin einen Verstoß gegen Internet-Standards und das Ausnützen der marktbeherrschenden Stellung - vor Gericht verlor VeriSign in dem Streit gegen die ICANN.
