06.06.2005

SANKTIONEN

EU sieht Microsoft-Vorschläge positiv

Der Wettbewerbsstreit zwischen dem US-Softwarekonzern Microsoft und der EU hat sich leicht entspannt.

Microsoft hat mit seinen Vorschlägen zur Umsetzung von Auflagen der EU-Kommission eine positive Reaktion der Wettbewerbsbehörde ausgelöst.

Microsoft sicherte zu, dass der Konzern die Entwicklung und den Verkauf von Konkurrenz-Netzwerkrechnern, die mit Windows-PCs und -Servern verknüpfbar sind, weltweit zulassen wird. Ein Teil der Schnittstelleninformationen soll ohne Lizenzgebühren herausgegeben werden.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Montag in Brüssel, sie sei zufrieden, dass Microsoft nun bestimmte, den Auflagen zu Grunde liegende Prinzipien akzeptiert habe.

Markttest mit Wettbewerbern

Für das von dem Unternehmen in der vergangenen Woche kurz vor Ablauf eines Ultimatums vorgelegte Konzept soll nun ein Markttest eröffnet werden, in dem Wettbewerber eine Stellungnahme abgeben können.

Das werde rund ein bis zwei Wochen dauern. Die EU-Kommission werde dann vermutlich Ende Juli entscheiden, ob Microsoft die Auflagen aus dem Kartellrechtsurteil erfüllt habe, erklärte EU-Sprecher Jonathan Todd.

Kroes erklärte weiters, sie sei fest entschlossen, alle Elemente der Entscheidung von 2004 umzusetzen. Dazu gehöre es auch, dass Entwickler freier Software von der Lösung profitieren könnten.