Keine öffentlichen Aufträge für IBM

USA
01.04.2008

Untersuchung wegen "unethischen" Gebots

Der US-Computerkonzern IBM ist wegen einer Untersuchung bis auf weiteres von allen öffentlichen Aufträgen in den USA ausgeschlossen, teilte die Firma am Montag mit.

Bei der Untersuchung geht es laut den Angaben um ein Gebot für eine Ausschreibung der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency [EPA] in der Höhe von 80 Millionen US-Dollar für die Erneuerung des Finanzsystems aus dem Jahre 2006. Der Auftrag wurde bisher noch nicht vergeben.

Über Dritte erfahren

IBM soll mit seinem Gebot ethische Vorgaben verletzt haben - soll der IT-Dienstleister unzulässig an interne Informationen gelangt sein. IBM und einige seiner Mitarbeiter wurden bereits aufgefordert, zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen, zudem wurde Akteneinsicht verlangt.

Der temporäre Ausschluss betrifft laut IBM nur neue Projekte, bereits bestehende können vorerst weiter ausgeführt werden. Der größte IT-Dienstleister gab zudem an, erst über Dritte von dem Ausschluss erfahren zu haben.

IBM will mit den untersuchenden Behörden kooperieren, erklärte aber auch, alles Mögliche unternehmen zu wollen, um die Anschuldigungen zu widerlegen.

(Reuters)