MS-Experte rät, Passwörter zu notieren
Die meisten PC-Anwender stehen immer wieder vor dem Problem, was sie mit der Flut an Passwörtern machen sollen.
Wer mehrere E-Mail-Accounts, ein Weblog und vielleicht noch Online-Services wie eBay nutzt, muss sich bereits privat eine Reihe von Passwörtern merken. Kommen dann noch eine Reihe passwortgeschützter Programme im Büro dazu, sind viele User mit ihrem Passwort-Latein am Ende.
Viele User schreiben die Passwörter dann einfach auf - bisher ein absolutes Tabu in vielen Unternehmen. Jesper Johansson von Microsoft sprach sich nun strikt gegen solche Firmenregeln und für das Aufschreiben von Passwörtern aus.
Durch ein Verbot würden die User versuchen, die Passwörter möglichst einfach zu halten. Meist werden dann Abwandlungen von Kosenamen nahe stehender Personen oder Tiere genommen.
Eine Studie des IT-Anbieters Safenet ergab kürzlich, dass 50 Prozent der Befragten ihre Passwörter aufschreiben, über ein Drittel gibt seine Passwörter auch an Kollegen weiter.
Passwörter überfordern MitarbeiterSchlechtes System, schlechtes Passwort
Nicht alle Systeme würden auch gute Passwörter unterstützen, daher sei es für den User zudem das Einfachste, ein schlechtes zu nehmen und überall gleich einzusetzen.
Wenn der User seine Passwörter aber aufschreiben dürfe und das Papier [oder die Datei] entsprechend schütze, könne er auch mehr Variationen in die Wahl seiner Passwörter einbringen.
Am Aufschreiben selbst sei nichts Schlechtes, so Johansson.
Die Industrie gebe seit 20 Jahren einfach den falschen Ratschlag. Er selbst etwa müsse sich 68 verschiedene Passwörter merken. Johannson ist Senior-Programmierer für Security-Policy bei Microsoft.
Microsoft-Tipps zum Umgang mit Passwörtern
